Schon Alois Irlmair sagte, dass vor dem grossen Krieg in Europa eine beispiellose Dürre herrschte. Ernten fielen aus, die Landwirtschaft litt massiv, und die extreme Hitze setzte Menschen und Tieren gleichermassen zu.
Heute kämpfen viele Regionen Europas erneut mit anhaltender Trockenheit – wenn auch nicht überall im gleichen Ausmass. Besonders betroffen sind Teile Mittel-, Süd- und Osteuropas.
Mehrere Faktoren wirken zusammen:
Die Auswirkungen sind bereits deutlich spürbar:
Viele Menschen glauben, dass ein kräftiger Regenschauer eine Dürre schnell beenden könne. Tatsächlich ist oft das Gegenteil der Fall.
Fällt innerhalb kurzer Zeit sehr viel Regen, kann ein ausgetrockneter Boden das Wasser kaum aufnehmen. Statt langsam zu versickern, fliesst ein grosser Teil oberflächlich ab und kann Überschwemmungen verursachen.
Der Grund dafür liegt in der sogenannten hydraulischen Leitfähigkeit des Bodens. Ein feuchter Boden nimmt Wasser wesentlich schneller auf als ein ausgetrockneter. Nach einer langen Trockenperiode dauert es deshalb deutlich länger, bis Regenwasser in tiefere Bodenschichten eindringen kann. Ein einzelner Starkregen reicht daher meist nicht aus, um die Wasserreserven im Boden oder das Grundwasser nachhaltig aufzufüllen. Dafür sind länger anhaltende, mässige Niederschläge wesentlich wirksamer.